Vor fünfzehn Jahren haben wir nicht im Entferntesten an Indien gedacht.
Dann kam eine zufällige Begegnung auf der MSV in Brünn mit einem Unternehmer aus Bengaluru. Sofortige Chemie, gemeinsame Werte und seine Begeisterung packten uns am Ärmel. Ein paar Monate später saßen wir bereits in unserem ersten Geschäftsgespräch in Indien und schauten uns staunend um.
Die ersten Jahre haben wir Produkte importiert und über lokale Partner verkauft. Es hat funktioniert — aber nur bis zu einem gewissen Punkt. 2017 mussten wir uns einer Frage stellen, die nicht leicht zu beantworten war: Alles geben oder den indischen Traum aufgeben? Wir haben uns für die erste Option entschieden. Wir haben eine Niederlassung gegründet und die Produktion direkt in Indien aufgebaut.
Es folgten teure Fehler. Niemand hat uns gesagt, wie man Mitarbeiter findet, wie man eine Niederlassung finanziert oder wie man eine Lieferkette am anderen Ende der Welt aufbaut. Wir haben on the job gelernt — und es hat uns manchmal mehr gekostet, als wir erwartet hatten.
Aber es gab auch Momente, die uns überzeugten, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Heute arbeitet die indische Niederlassung eigenständig, wächst kontinuierlich und von dort beliefern wir auch Wolkenkratzer im Nahen Osten.
Jan Musil hat über unseren gesamten Weg zum erfolgreichen Unternehmertum in Indien im Interview für Trade News gesprochen.