Der slowakische Wettbewerb Bauwerk des Jahres gehört zu den prestigeträchtigsten Auszeichnungen im Bauwesen der Region. Im Finalabend auf der Burg Bratislava, live übertragen von STVR, ging der Hauptpreis an den Anbau des Aupark Bratislava — ein Projekt, bei dem wir die größte grüne Fassade Mitteleuropas geschaffen haben.

An der Uferpromenade unweit der SNP-Brücke wachsen mehr als 44.000 Pflanzen. Auf einer Fläche von 690 m², bis zu 18 Meter hoch und 130 Meter lang. Die Fassade bindet jährlich rund eine Tonne CO₂ und kühlt ihre Umgebung wie siebzig Klimaanlagen — ohne eine einzige Kilowattstunde zu verbrauchen. Gerade diese Verbindung von Architektur und lebendiger Natur hob die Fachjury als Hauptgrund für den Sieg hervor.
Den Preis nahm im Namen von LIKO-S der Vorstandsvorsitzende Jan Musil entgegen:
„Es ist ein großer Erfolg aller, die an diesem anspruchsvollen Projekt mitgewirkt haben. Und zugleich eine starke Bestätigung dafür, dass unser Weg — bessere Gebäude für Menschen und Natur zu schaffen — der richtige ist. Lebende Wände und Fassaden werden zu einer der Schlüsselrichtungen in Architektur und Bauwesen. Wir schaffen diesen Trend, und dank unserer Arbeit wird das Leben in den Städten in einigen Jahrzehnten besser sein."
Der Sieg in Bratislava knüpft an die Nominierung an, über die wir vor einigen Wochen berichtet haben. Für uns ist er ein weiterer Beweis, dass lebendige Bauten keine Zukunftsvision sind — sondern eine Antwort darauf, wie heute Städte gebaut werden müssen, die Hitzewellen, Trockenheit und den Druck des Klimawandels bewältigen. Und dass ein tschechisches Familienunternehmen aus Mähren solche Gebäude in ganz Europa errichten kann.